femme-fantastique
  Startseite
  Archiv
  dein gesicht ist eine welt
  wonder weapon
  blank gun
  im ohr
  my men
  gedanken
  meeehr fotos
  fell in love with a website
  Gästebuch
  Kontakt
 

  Abonnieren
 


 

http://myblog.de/femme-fantastique

Gratis bloggen bei
myblog.de





 
Reisen

Liebe K.,

Wie ich hoerte ist bei euch alles gut gegangen. Das freut mich, alles doch nicht ganz so schlimm. Schoen, dass ihr so eine gute Erfahrung gemacht habt!

Endlich schaffe ich es nun einmal dir zu schreiben. Ich hatte schon ein paar mal angefangen, aber nie beendet..
Ich schaetze (und hoffe), es geht dir gut. S. spurt wie eh und jeh? und kannst du dich schon auf zuhause freuen? Seid ihr auch schoen gesund?
Gibts irgendwelche besonderen Neuigkeiten oder Stories zu erzaehlen?
- Her damit!

Ich merke gerade, dass die letzten Wochen sehr leichtfuessig und beschwingt waren. Es war anscheinend mehr Freiheit da, als es mir damals, als wir herumgefahren sind auf der Suedinsel N.'s, wirklich bewusst war.
Die Zeit mit L. und S. war sehr schoen, nicht nur, dass wir viele beeindruckende Landschaften, Berge, Gletscher, heisse Quellen, tuerkisfarbene Fluesse und Delphine und Robben und all sowas gesehen haben, sondern auch, dass wir zusammen wirklich fast immer mit spass bei manchmal 4 grad celsius gezeltet haben. Mit hotties und Emergencydecken ausstaffiert. Liebe und "hostable" Freunde einander gegenseitig vorgestellt haben und dadurch interessante Menschen kennenlernen durften. Essen von Muscheln ueber Peanutbutter-Tomaten-Curries bis Pasta Bolognese mit unserem einen Topf und unserer einen Pfanne geniessen konnten.
Sondern auch, dass wir vier uns alle individuell auf eine besondere und andere Art naeher gekommen sind und besser kennengelernt haben.
L. zum Beispiel kam mir um einiges positiver vor, bzw das Verhaeltnis zu ihr war irgendwie entspannter und ergiebiger als frueher. Wir haben zu viert geteilt, disskutiert, erinnert und getraeumt.
Es gab fuer mich auch ein paar ganz besonders beglueckende Momente, welche waren, dass ich und S. uns abgesehen von unseren kleinen Streitereien fantastisch und auf einer hoeheren Ebene befindend unterhalten konnten. Das war nichts vollkommen neues, das hatte sich schon so in D. entwickelt, ist mir nur hier nochmal anders bewusst und deutlich geworden.
S. und ich sind uns teilweise sehr aehnlich und wir haben es geschafft uns mittlerweile soweit gegenseitig zu oeffnen, dass wir uns auf einer intimen, seelischen Ebene unterhalten und gegenseitig nicht nur verstehen, sondern auch unterstuetzen und helfen koennen. Das ist ein wunderbares Gefuehl. Und das habe ich ihm uch gesagt und das hat uns beide natuerlich gluecklich gemacht, einen so guten Freund zu haben, denn ihm ging das genauso.
Ausserdem haben wir D. wieder getroffen. Der K., der uns den VW in T. verkauft hat. Es war das reinste und ehrlichste Vergnuegen! So ein lieber, interessanter, inspirierender, emotionaler, lustiger und freier Mensch. Wir haben ueber eine Woche bei ihm und seinen Freunden(auch eine Wonne) im Haus schlafen und D.(eine sehr kuenstlerische Studentenstadt, mein N.-stadtfavourite, ganz ohne Konkurrenz) naeher kennenlernen duerfen. Er hat den JUngs einen lang erhofften psychedelischen Abend verschafft(Pilze), als wir eine Nacht am Strand verbracht haben, ich mit ihm am Feuer trommeln durfte und uns damit ein wunderschoenes Fleckchen Erde gezeigt. Es hatte sich danach auch ergeben, dass ich mit ihm in der Stadt war und wir uns gegenseitig von unserem Leben und Lieben erzaehlt haben, was terrific war ud Spass gemacht hat.
Nein, ich bin nicht in ihn verliebt(hihi), aber es macht mich unglaublich gluecklich solche Freunde auf der anderen Seite der Welt zu wissen.
Das schoene ist, dass er B. und mich angesteckt hat mit dem Vietnamvirus(wir sind hoffnungslos infiziert), denn Ende Mai wird er erst 11 Tage nach V. fahren(will sich dort ein Motorbike leihen und rumfahren) und dann nach London zu seiner chancenbehafteten Exfreundin und dann entweder (wenns klappt) mit ihr, oder (wenns nicht klappt) ohne sie durch Europa reisen, und rat mal wen er dabei auf jeden Fall besucht! hihi, es ist so krass, ich freu mich so, ihm etwas zurueckzugeben von dem was er uns und mir gegeben hat. Ein Bett ueber dem Kopf, Schoenste-Orte-zeigen, Lieblingscafe empfehlen, Essen kochen, und meinen Freunden vorstellen. (Es geht schon soweit, dass ich ueberlege, falls das mit seiner Ex nicht klappt, wer wohl von meinen Freundinnen zu ihm passen wuerde, denn hach, er ist eine Wonne. -Wenn auch eben ein Freigeist, der sehr unabhaengig und damit nicht festzuhalten ist.)

Frag mich nicht warum, aber ich bin im Moment etwas aufgeregt. Im positiven und negativen Sinne. Ich merke ich bin mal wieder innerlich am brodeln und arbeiten. Nicht rastlos, aber nervoes.
Ich denke, es ist, weil (ich gerade in einem Haus mit Katzen bin und die mich aufgrund meiner Allergie wie aufgeregt in der Lunge fuehlen lassen), wir Mittwoch wieder nach M. fliegen, ins Ungewisse nach Arbeit suchend(nach N. hergekommen bin ich mit vollkommenem Entspanntheitsgefuehl, ich wusste ja, S. und L. sind da und ich muss einfach nur rumreisen..). Wir machen Couchsurfing bei einem total interessant klingenden Maedchen. Haben also die ersten zwei/drei Naechte erst mal sicher und dann machen wir uns nach Arbeit auf. Mal schaun..
Zudem kommt, dass ich mir nochmal unsicher ueber das Studiumding geworden bin(auf einmal war ich mir so klar darueber, dass ich Soziale Arbeit studieren will!..), mich jetzt aber dem Schicksal fuege und sage, ich bleibe bei meiner Entscheidung, denn aus Australien moechte ich jetzt noch nicht weg und mich um einen Studienplatz kuemmern, auch wenn ich zugeben muss, dass ich mich ein bisschen nach "Zu hause" sehne(was wahrscheinlich auch ein Grund dafuer ist, warum ich auf einmal doch so mit diesem sicheren und "anstaendigen" Studiumsgedanken schon dieses Jahr gespielt habe). Allerdings denke ich gerade noch darueber nach, vielleicht einfach mal Bewerbungen dorthin zu schicken, wo es einigermassen gut klingt und die Internet- oder einfache Bewerbung geht.
Tatsache ist halt auch, dass ich noch so gerne ein bisschen Praktikum im dresdner Waldorfkindergarten machen moechte, Velo fahren will und meine Kloster- und Kommunenreise machen mag und auch nochmal Volunteering und Studium kann auch noch naechstes Jahr kommen(ich weiss, dass man auch genau andersrum argumentieren kann, aber das fuehlt sich jetzt fuer mich erst einmal naeher am Herzen an).
Auch waren und sind wir die letzten Tage bei einer Wwoofingfamilie gewesen, die kein gutes Chi hatte. Die waren bisschen unangenehm meistens, aber irgendwie auch lieb, sodass man es schon irgendwie ausgehalten hat.. naja, jetzt sind sie im Urlaub und B. und ich passen unsere letzten zwei Tage hier auf Katzen und Haus auf und Kochen ordentlich, hoeren laut Musik und nutzen Internet und Telefon vollkommen ungestoert.

Puh, das zu Schreiben hat gerade sehr gut getan. Du kannst dich gluecklich schaetzen, denn du hast wahrscheinlich gerade eine der besten Mails erhalten, die ich jeh in den letzten Wochen, vllt sogar Monaten geschrieben habe.
Genau der Stellenwert, den ich dir zukommen lassen wollte. Deswegen sollte es auch eher nicht sein

Meinem Bauch geht es uebrigens seit N. wieder besser. Hatte zwar immer mal wieder einen ganz schoen aufgeblasenen Bauch, war aber auch selber Schuld, weil ich dann trotzdem nicht aufgehoert hab zu essen und mich mal bewegt hab... Jetzt ist es gnz gut mit meinem Baeuchli. Jaja.

Ich muss dich uebrigens noch fragen, moechtest du bei dem Womencircle mitmachen, den ich gerne in D. ins Leben rufen moechte? Ich bin gerade auf der Suche nach einem guten Namen.. Herzensschwestern?! Mir faellt nichts ein, was kein bisschen peinlich klingt.
Dir brauch ich dazu ja nicht so viel erzaehlen. Hast du Brida mittlerweile gelesen?

Ich schicke dir waermste Gruesse und eine Umarmung,
und freue mich, von dir zu hoeren,

deine Lisa

Ps.: Ich hab dich gern, lass uns ja Kontakt halten in D.!
28.4.09 09:44


Slow down, you move too fast.
You got to make the morning last.
Just kicking down the cobble stones.
Looking for fun and feelin' groovy.
Hello lamppost,
What cha knowing?
I've come to watch your flowers growing.
Ain't cha got no rhymes for me?
Doot-in' doo-doo,
Feelin' groovy.

Got no deeds to do,
No promises to keep.
I'm dappled and drowsy and ready to sleep.
Let the morning time drop all its petals on me.
Life, I love you,
All is groovy.


Noch 3 Wochen und 2 Tage.
Dann bin ich weg, woanders.
20.9.08 18:50


Eine Bestandsaufnahme

Ich werde gebraucht.
Man braucht mich.
Ich brauche mich.

Ich habe einen Freund wieder gewonnen.
Und die ganze Zeit, in der ich ihn nicht sehen konnte, hat uns nicht getrennt, nein sie hat uns wieder zueinander geführt.
Ich bewundere ihn, ich bin stolz auf seine Menschlichkeit.
Seine offenen Tränen.
Sein Mitteilungsbedürfnis.

Er sagt, er sei ein Arsch, dabei ist er einfach ein geprellter Romantiker.
Er sagt, er sei zynisch, dabei sind seine Worte so voller Hoffnung.
Er sagt, er kann es nicht, dabei ist er so unheimlich stark.

-

Ich habe jemanden gefunden
Man hat mich gefunden.
Ich habe mich gefunden.

Ich habe einen Verbündeten gewonnen.
Heute kommt es mir vor, als sei alles, wie es jetzt ist, genau so vom ersten Moment an geplant gewesen. Von wem weiß ich nicht, von uns auf jeden Fall nicht.
Alles führte genau hierher. Und die Zeit, die von damals bis heute vergangen ist, oder die Ereignisse, die in dieser Zeit geschehen sind, mussten genau so passieren, damit uns beiden etwas klar wird. Damit wir beide uns bewusst entscheiden.

Wir reden nicht darüber, wir fühlen es einfach nur.
Wir sprechen es nicht aus, denn unsere Blicke sagen alles.
Wir nehmen alles mit, was wir tragen können.
Wir gehen aufs Ganze und überschreiten dabei eine gewisse Grenze nicht.

Und dessen sind wir uns beide bewusst.

-

Ich bin umgezogen.
Man hat eine neue Nachbarin.
Ich habe ein neues Heim.

Alles ist neu, und dabei ist alles genauso wie vorher.
Vielleicht nur besser, wahrscheinlich nur viel schöner.
Ich kann nur sagen, dass ich mich hier unheimlich wohl fühle. Dass ich mit meinen Eltern eine schöne und angenehme Zeit habe und ganz froh bin, dass ich mir dessen bewusst bin. Dass ich Zeit dafür habe, das voll und ganz zu genießen.

-

Ich bin froh über die Veränderungen in meinem Leben.
Denn sie haben mich glücklich gemacht.
30.6.08 01:28


Das Geschenk

Man hat mir einen Kuchen geschenkt.
Eine warme, duftende, saftige, frisch gebackene Torte mit bunten Farben und viel reichhaltiger Sahne.
Ich habe jetzt einen Kuchen…
Marek und Ich, wir haben ihn gemeinsam gemacht.
Deswegen - und auch sonst - ist eine ganze Menge von ihm in diesem Kuchen.
Er besteht teilweise auch aus Marek.

Tagsüber ist er unsichtbar, oder nur ganz klein, aber trotzdem da.
Tagsüber habe ich meistens keinen Appetit auf ihn. Da mag ich lieber Gemüse, oder Obst.
Es kann aber sein, es passiert etwas-
Etwas Überraschendes, Schönes.
Dann bläht er sich auf, ja dann ist er nicht zu übersehen.
Aber vor allem nachts nährt er mich. Er ist immer da, doch vor allem nachts bin ich glücklich, verdammt glücklich, dass ich ihn (bekommen) habe.
In diesen Momenten genieße ich ein kleines Stück von diesem Gebäck.
Beiße ab, lasse es in meinem Mund zergehen wie Schokolade und schmecke süße Nähe, Geborgenheit und Vertrauen.

Vorgestern, gestern und heute scheint es mir, als würde dieser Kuchenvorrat nie zur Neige gehen.
Denn er ist so mit mir verwachsen, ich brauche ihn, und will ihn nicht missen.
Er ist eben auch ein Teil von mir geworden.

Und er tut mir so was von gut.
30.6.08 01:27


Er will (Mai 2008)

Es passiert.
Es passiert einfach so, dass man sich mit Freunden trifft, an einem Abend in der Hängezeit, der Zeit, in der man hängt, irgendwo dazwischen, vielleicht am Ende, vielleicht auch am Anfang. Irgendwo dazwischen.
Man verabredet und freut sich und irgendwann versammelt man sich. Manchmal entstehen dann auch überraschend interessante Gespräche auf einer vollkommen schönen und neutralen Ebene, wo sich niemand messen oder beweisen will. Man hört sich an, trinkt sein Bier, denkt nach, raucht seine Zigarette und antwortet, sobald man eine weiterbringende Antwort hat. Das ist was, das schön ist und erfrischend, irgendwie.
Und es passiert noch einfacher, dass man noch wohin will mit ihnen, in eine Bar, in eine Tanzfabrik und plötzlich, vollkommen ungeplant ist man nur mit einem von allen unterwegs. Einem unter den anderen, oder vielleicht sollte ich sagen über den anderen.
Er reißt dich wie immer mit sich. In die Bahn, in seine Gedanken, in sein Bier. Er setzt dich wie immer an so einen Platz, der eine gewisse Atmosphäre birgt und bringt dich, wie immer, dazu zu reden. Er bringt dich dazu zu reden, zu erzählen, zu schildern, auszuschütten; deine Wünsche, deine Sehnsucht, deine Fragen, dein Herz. Er bringt dich zum Träumen.
Und wie immer schafft er es, dich wieder zu lenken, auf dieses eine Thema. Auf diese Sache, an diesem Abend, an diesem Sonntag. Er macht dich wahnsinnig.
Du denkst, willst aber nicht. Du zeterst in Gedanken und äußerlich bist du ganz ruhig.
Am Anfang des Gesprächs mit ihm bist du noch Herr deiner Sinne, dann entwickelt sich das ganze zum Schlagabtausch und am Ende bist du vollkommen leer, vor lauter Fragen.
Und er lässt dich wie immer zurück, voller Worte, die du nicht finden kannst. Voller Sprachlosigkeit.
30.6.08 01:26


[erste Seite] [eine Seite zurück]  [eine Seite weiter]



Verantwortlich für die Inhalte ist der Autor. Dein kostenloses Blog bei myblog.de! Datenschutzerklärung
Werbung